Power Ranking: Der Sturz des Champions

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Die Offseason hat ihre ersten ruhigeren Wochen erreicht, die heiße Free Agency, der Draft und einige spektakuläre Wechsel sind durch – höchste Zeit für ein Power Ranking! Die New England Patriots fallen und die zwei großen Fragezeichen lassen viel Raum für Spekulationen. Die Top-4 wird von der NFC dominiert, das Ende des Rankings wird von alten Bekannten besetzt.

1. Seattle Seahawks

Ich bin nach wie vor skeptisch was den Graham-Unger-Trade angeht. Auch der Draft, angeführt vom kontroversen Zweitrunden-Pick Frank Clark, hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. Warum also sind die Hawks auf der 1? Der Defensiv-Kern ist nach wie vor zusammen. Zwar ist DC Dan Quinn weg, mit Kris Richard wurde aber der CB-Coach befördert und so dürfte sich zumindest an der Philosophie wenig ändern. Das große Sorgenkind ist die O-Line, aber wenn ein Quarterback das überspielen kann, dann Wilson.

2. Green Bay Packers

Der beste Quarterback der Liga darf weiter Randall Cobb füttern und auch RT Bryan Bulaga wurde gehalten. Alles in allem eine gewohnt ruhige und solide Offseason in Wisconsin und doch gibt es einen klaren Grund, warum die Packers Seattle vorerst nicht überholen: Die Secondary. Davon House und Tramon Williams sind weg, das aktuelle CB-Duo wäre wohl Casey Hayward und Sam Shields, Rookie-Safety Damarious Randall könnte ebenfalls als CB eingeplant sein. Hier ruht die Schwachstelle eines ansonsten kompletten Teams.

3. Indianapolis Colts

Die Indianapolis Colts wollen in diesem Jahr endlich den großen Wurf und haben ihre offensive Feuerkraft weiter ausgebaut. Andre Johnson und Frank Gore helfen dem Team kurzfristig weiter, mit Phillip Dorsett gab es in der ersten Runde des Drafts etwas überraschend noch einen Receiver dazu. Die große Frage wird aber ohnehin sein, wie sich die Defense schlägt. Mit Vontae Davis verfügt man über einen Star-CB, hinter der Run-Defense stehen aber weiter Fragezeichen. Ob Kendall Langford und Henry Anderson die Antwort sind, bleibt abzuwarten.

4. Dallas Cowboys

Hätten die Cowboys ihr RB-Problem besser gelöst, wären sie bei mir noch einen Platz weiter oben. Mit La’el Collins hat sich die beste O-Line der Liga nochmal verbessert, auch wenn Swing-Tackle Jermey Parnell weg ist. Auch an der Defense wurde gearbeitet: Combine-Superstar Byron Jones sollte der Secondary helfen, während sich Randy Gregory als Steal des Drafts entpuppen kann. Irgendwann kommt dann auch noch ein ausgeruhter Greg Hardy dazu. Es ist ein Risk-Reward-Konzept, das mich absolut fasziniert. Große Aufgabe für die Coaches: OC/O-Line-Coach Bill Callahan ist nach Washington gegangen.

5. Pittsburgh Steelers

Ben Roethlisberger, Antonio Brown und Le’Veon Bell sind das vielleicht beste QB-WR-RB-Trio der Liga – und der einzige Grund, warum die Steelers so weit oben stehen. Mit Troy Polamalu und Brett Keisel haben zwei Leader der Defense das Team verlassen, Jason Worilds überraschte mit dem Karriereende. Die Steelers schnappten sich OLB Bud Dupree im Draft, bei der Secondary, schon im Vorjahr die große Baustelle, bleiben aber weiter enorme Fragezeichen und der Abgang von DC Dick LeBeau hilft nicht wirklich. Dass Bell für die ersten drei Spiele gesperrt wurde, tut ebenfalls weh.

6. Denver Broncos

Das erste wirklich schwer einzuschätzende Team und ich hätte die Broncos höher, wäre die Clady-Verletzung nicht passiert. So wird die O-Line, die zuvor schon Guard Orlando Franklin verloren hat, wohl ordentlich durchgeschüttelt, die dazu das Blocking-Scheme von Kubiak erst verinnerlichen muss. Die Abgänge von Terrance Knighton und Julius Thomas hinterlassen Spuren, können aber aufgefangen werden und der Pass-Rush, mit Erstrunden-Pick Shane Ray, hat das Potential, spektakulär zu werden. Die Defense von Wade Phillips würde mir als Broncos-Fan ohnehin keine Sorgen bereiten. Der große X-Faktor ist natürlich Peyton Manning. Meine Meinung: Er profitiert massiv von Kubiaks Scheme, bleibt fit und spielt eine solide Saison.

7. Cincinnati Bengals

Das Running Game, Hill und Bernard gehören definitiv zu den besseren Duos der Liga, und die O-Line können das Team tragen. Der Pass-Rush bleibt ein Sorgenkind, aber wenn A.J. Green wieder bei 100 Prozent ist kann Andy Dalton eine starke Offense anführen. Die AFC North wird ein Schlachtfeld.

8. Arizona Cardinals

Die Generalüberholung der O-Line ist abgeschlossen, Arizona führt seine beste Line seit Jahren aufs Feld. Das Running Game wird davon (endlich) massiv profitieren und auf Rookie-RB David Johnson bin ich persönlich sehr gespannt. Zwei kritische Fragezeichen: Bleibt Sean Weatherspoon fit und bleibt Carson Palmer fit? Können beide 16 Spiele bestreiten, muss mindestens ein Wild-Card-Platz das klare Ziel sein.

9. Baltimore Ravens

Ähnlich wie Green Bay hatte auch Baltimore eine typische ruhige Offseason. Die Abgänge von Pernell McPhee und Haloti Ngata hinterlassen Löcher, doch Drittrunden-Pick Carl Davis dürfte schnell in die Rotation kommen und die Ravens schaffen es Jahr für Jahr, ihre teuren Defensiv-Abgänge aufzufangen – und von den Compensatory-Picks zu profitieren. Mit Breshad Perriman hat Flacco nach dem Abgang von Torrey Smith eine neue Deep-Threat, mit Maxx Williams kam der beste TE des Drafts. Kyle Arrington wird ebenfalls sofort weiterhelfen.

10. Buffalo Bills

Das erste Team im Ranking ohne Top-20-QB. Stattdessen schaffen es die Bills mit ihrer D-Line, ihren offensiven Waffen um den QB (mutmaßlich Matt Cassel) herum (Harvin, McCoy, Watkins, Woods, Clay) und Rex Ryan so hoch ins Ranking. Ryan wird aus der Defense noch mehr rausholen und auf das Running Game, das auch mit einem Fullback aufgezogen werden wird, Jerome Felton kam aus Minnesota, muss man einfach gespannt sein. Fragezeichen bleibt dabei aber die O-Line.

11. New England Patriots

Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Bradys Sperre noch verkürzt wird. Trotzdem gibt es bei den Patriots einfach zu viele Ungewissheiten. Das Cornerbacks-Corps muss sich zunächst einmal final finden und dann beweisen. Dass die Defense künftig wieder über den Pass-Rush funktioniert ist auch längst alles andere als garantiert und das LB-Corps ist noch verletzungsgeschädigt. Bill Belichick kann einmal mehr seinem Ruf als bester Coach der Liga gerecht werden – und die Vorschusslorbeeren des guten Drafts aufs Feld bringen.

12. San Diego Chargers

Die Vertragssituationen von Eric Weddle und Philip Rivers sowie die Umzugsgerüchte gefallen mir nicht und könnten noch für Ablenkung sorgen, aus Chargers-Sicht bleibt zu hoffen, dass das nach Saisonstart kein Thema mehr ist. Rookie-RB Melvin Gordon könnte gegenüber dem abgewanderten Ryan Mathews ein Upgrade darstellen, Franklin wird die O-Line direkt verstärken und Flowers wurde nach seiner starken Saison gehalten. Die Chargers werden Denver das Leben lange schwer machen und haben durchaus eine realistische Chance auf die Division.

13. Minnesota Vikings

Hätte ich diese Liste eine Woche früher geschrieben, wären die Vikes wohl deutlich tiefer zu finden. Doch die Kombination aus Adrian Peterson und dem vielversprechenden Teddy Bridgewater ist einfach zu verlockend. Allerdings muss sich die O-Line weiter steigern und im Running Game darf der Verlust von Fullback Jerome Felton nicht unterschätzt werden. Außerdem müssen Vikings-Fans hoffen, dass Cordarrelle Pattersons Vorsaison nur ein Ausrutscher war. Die Defense mit Rookie-LB Eric Kendricks wird sich unter Zimmer weiter steigern, da gibt es für mich keine Frage.

14. Miami Dolphins

Ndamukong Suh, Kenny Stills, Jordan Cameron – die Dolphins-FA-Neuzugänge waren spektakulär. Miami hat unter Bill Lazor eines der faszinierendsten und effizientesten Running Games der Liga, um endlich wieder den Sprung in die Playoffs zu schaffen, muss Ryan Tannehill jetzt den nächsten Sprung machen. Gelingt das, sind dank der Playmaker auf beiden Seiten des Balls 10+ Siege drin.

15. Houston Texans

Die Texans dürften eine der spektakulärsten Defenses der NFL aufs Feld bringen, vorausgesetzt, Vince Wilfork hat noch genug im Tank und Jadeveon Clowney sowie Brian Cushing bleiben fit. J.J. Watt könnte dann seine spektakuläre Vorsaison statistisch sogar noch überbieten. Dazu Arian Foster, DeAndre Hopkins und Jaelen Strong in der Offensive – klingt soweit schön und gut. Vieles wird aber wie so häufig von der QB-Frage abhängen: Kann Ryan Mallett oder Brian Hoyer eine Offense in die Playoffs führen?

16. New York Jets

Gemeinsam mit Buffalo haben die Jets die beste Front Seven und darüber hinaus das beste CB-Corps der Liga. Der neue Head Coach Todd Bowles hat in Arizona zudem gezeigt, wie kreativ er eine Defense führen kann. Die Offense dagegen – schwierig. Die O-Line ist ein Problem, die QB-Situation bleibt ein großes Fragezeichen. Das WR- und das RB-Corps sind stärker als im Vorjahr, die große Frage bleibt aber, ob diese überhaupt wirklich voll zur Entfaltung kommen können.

17. Detroit Lions

Ndamukong Suh, C.J. Mosley, Nick Fairley – der Aderlass in der D-Line der Lions, in der Vorsaison das Prunkstück der Defense, war heftig. Detroit muss hoffen, dass Calvin Johnson fit bleibt und Golden Tate an seine starke Saison anknüpfen kann. Ameer Abdullah und Joique Bell dürften Lions-Fans viel Freude bereiten, doch Matthew Stafford muss konstanter werden. Defensiv könnte eine schwere Saison in der Motor City anstehen.

18. Carolina Panthers

Die Panthers haben ernsthafte Tackle-Probleme und die Position im Draft wieder einmal ignoriert. Cam Newton hat jetzt seinen Mega-Vertrag, muss dann aber auch beschützt werden. Die Defense ist weiter herausragend, der Draft war insgesamt durchwachsen. Und dennoch hat Carolina dank seiner Division, und wenn Jonathan Stewart an den Vorjahres-Saisonendspurt anknüpfen kann, erneut Chancen auf die Playoffs.

19. Philadelphia Eagles

Wo soll man bei Philly nur anfangen? Eine Idee wäre sicher der (freiwillige) Schwund an Stars: LeSean McCoy, Trent Cole, Jeremy Maclin und seit neuestem auch Evan Mathis – die Eagles haben mehrere Leistungsträger abgegeben. Dazu der spektakuläre Bradford-Foles-Tausch und das neue RB-Duo Murray/Mathews: Philly setzt auf Risiko, denn das neue Offensiv-Trio hat eine beachtliche Krankenakte. Safety ist weiter eine ernsthafte Baustelle, und jeder darf gespannt sein, wie die neue Offense von Chip Kelly aussehen wird. Im Moment aber gibt es noch zu viele Fragen, um Philly bedeutend höher zu ranken.

20. New York Giants

Ein Name: Odell Beckham Jr. Ein Wort: O-Line. Die Giants haben offensiv viel Feuerkraft, je nachdem wie fit Victor Cruz zurückkommt. Gleichzeitig hat die schwere Verletzung von Will Beatty die O-Line schon wieder durcheinander gewirbelt. Viele Fragezeichen gibt es auch in der Secondary, wo sich Landon Collins schnell zurechtfinden muss und die Giants selbst dann noch akute Baustellen haben.

21. Kansas City Chiefs

Der Abgang von Center Rodney Hudson, der Koordinator des Running Games auf dem Feld, kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. Hudson zu ersetzen und somit das Running Game, das Rückgrat der Offense, aufrecht zu erhalten, wird absolut kritisch. Die Chiefs, die weiter eine starke Front Seven haben, wollen gleichzeitig mehr explosive Plays von Alex Smith sehen. Mit Jeremy Maclin ist das möglich, glauben werde ich es aber erst, wenn ich es sehe.

22. St. Louis Rams

Die Rams haben die Chance, den nächsten Schritt zu machen und endlich die Saison mit einer positiven Bilanz zu beenden. Todd Gurley kann auf Sicht einer der besten Running Backs der Liga werden, wenn er wieder fit ist – doch dass das im ersten Jahr hinter dieser O-Line klappt, darf durchaus in Frage gestellt werden. Dazu ist Nick Foles ein extremer X-Faktor und muss erst zeigen, dass er außerhalb einer Chip-Kelly-Offense funktioniert – ich glaube nicht daran. In dem Fall kommen viele 8-Men-Boxes auf Gurley zu. Die Front Seven ist natürlich immer noch ein Traum, hat letztes Jahr aber auch nicht gereicht.

23. New Orleans Saints

Nach den Eagles vielleicht die größte Wundertüte zu diesem Zeitpunkt. Der Graham-Schocker, der Fokus auf das Running Game und die damit verbundenen Verträge für Spiller und Ingram – die Saints ändern ihre Identität. Das WR-Corps würde mir als Saints-Fan dennoch Sorgen bereiten, zumal Drew Brees nicht gerade aus seiner besten Saison kommt. In der Defense tut die Verletzung von Junior Galette sehr weh und erschwert den erhofften und benötigten Turnaround.

24. Atlanta Falcons

Personell sehe ich die Defense weiter als Sorgenfeld, auch wenn ich Dan Quinn zutraue, schematisch mehr raus zu holen. Vor allem der Pass-Rush sollte stärker werden. Auch offensiv baue ich auf einen neuen Coach, Offensive Coordinator Kyle Shanahan muss das Running Game ins Rollen bringen. Dafür muss die O-Line funktionieren. Die TE-Position ist ebenfalls weiter alles andere als eine Stärke. Kurzum: Viele Unklarheiten.

25. San Francisco 49ers

Und erneut die Frage: Wo nur anfangen? Mit Justin Smith, Patrick Willis, Mike Iupati, Frank Gore, Anthony Davis und Chris Borland verlieren die Niners nicht nur massiv an Qualität, sondern auch viel Leadership innerhalb des Teams. Das kombiniert mit dem Wechsel des Head Coaches von Jim Harbaugh hin zum unerfahrenen Jim Tomsula sowie den Abgängen von DC Vic Fangio und OC Greg Roman – die Niners müssen sich nach einer schon fast historischen Offseason im Prinzip komplett neu aufstellen und brauchen dabei noch eine deutlich bessere Saison von Colin Kaepernick. Viel spricht in einer schweren Division nicht für San Francisco.

26. Chicago Bears

Kann Jay Cutler nach einer in vielerlei Hinsicht schlimmen Saison ohne seinen Lieblingsreceiver Brandon Marshall das Ruder herumreißen? Allzu große Hoffnung dürften Bears-Fans auch mit Rookie-WR Kevin White nicht haben, zumal parallel die Defense noch von einer 4-3 auf eine 3-4 umgestellt werden soll – eine Entwicklung die durchaus Zeit brauchen kann. Dass mit Ray McDonald ein hierfür fest eingeplanter Baustein nach seinem erneuten Fehltritt fehlen wird, hilft nicht wirklich.

27. Tampa Bay Buccaneers

Ein guter Draft, mit Jameis Winston ein vielversprechender, wenn auch nicht risikofreier Quarterback und eines der bessern WR-Duos der Liga – Bucs-Fans haben zumindest einigen Grund zu hoffen, dass die kommende Saison besser wird als die vergangene. Ich traue es Lovie Smith zu, aus der Defense, die über die Free Agency ebenfalls adressiert wurde, mehr heraus zu holen – der O-Line und damit auch dem Running Game traue ich allerdings überhaupt nicht. Mit Demar Dotson will jetzt noch einer der wenigen Lichtblicke in der desolaten Line der Vorsaison mehr Geld und die Gefahr ist groß, dass Winston oft schnell unter Druck steht und die Offense gleichzeitig tragen muss. Mein Tipp: Der Rookie führt die NFL zum Saisonende in Interceptions an.

28. Washington Redskins

Brian Orakpo konnte nicht gehalten werden, immerhin aber haben die Skins etwas für ihre D-Line getan: Terrance Knighton und Stephen Paea sind klare Upgrades. Das WR-Corps ist gut und vor allem schnell, doch die QB-Frage ist einfach zu groß. Findet Robert Griffin III trotz seiner Probleme nochmal zurück zu alter Stärke? Und vor allem: Wie lange geht die brüchige Beziehung zu Head Coach Jay Gruden noch gut? Washington, das auch in O-Line und Secondary noch Lücken aufweist, hat das Potential, im Laufe der Saison in sich zusammen zu fallen.

29. Jacksonville Jaguars

Blake Bortles wird sich weiter entwickeln, zudem habe ich Vertrauen in den Coaching-Staff. Bitter: Der Kreuzbandriss von Dante Fowler Jr., der für den so dringend nötigen Pass-Rush sorgen sollte. Stefen Wisniewski und Jermey Parnell sollten der O-Line helfen, vor allem hat Bortles mit Julius Thomas jetzt eine Waffe in der Red Zone. Eine kritische Frage: Kann TJ Yeldon den Jags endlich wieder ein physisches und konstantes Running Game geben?

30. Oakland Raiders

Was ich von Derek Carr halte, habe ich bereits ausführlicher analysiert. Zusammengefasst: Weit weniger als viele Experten. Die Front Seven dürfte gut werden, Amari Cooper wird Carr helfen. Die Pass-Protection bleibt aber ein großes Problem, zumindest das Running Game sollte dank Hudson etwas besser werden. Schlechter als im Vorjahr ist allerdings auch kaum möglich.

31. Cleveland Browns

Löcher über Löcher bei den Browns, sieht man einmal von der O-Line ab. Dwayne Bowe ist aktuell der Nummer-1-WR, die TE-Position ist nicht wirklich besser. Zudem gibt es keinen Quarterback, der die Offense womöglich zusammenschweißen könnte: Johnny Manziel dürfte noch länger brauchen, Josh McCown ist für mich nicht einmal kurzfristig die Antwort. Zudem fehlt mit dem nach Atlanta abgewanderten Kyle Shanahan der Architekt des Running Games. Die Defense wird den einen oder anderen Sieg rausholen können, viel wird, auch durch die starke Division, aber nicht drin sein.

32. Tennessee Titans

Ich bin wirklich gespannt darauf, welche Elemente von Marcus Mariotas Spread-Offense die Titans ab September aufs Feld bringen und wie sich der kontrovers diskutierte Rookie macht. Auf Dorial Green-Beckham bin ich auch gespannt, in dessen erstem NFL-Jahr sollte man aber nicht zu viel erwarten. Davon abgesehen gefällt mir nicht viel bei den Titans. Ein erneuter Top-5-Pick im kommenden Draft ist in meinen Augen alles andere als unwahrscheinlich.

Adrian Franke

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8 Gedanken zu “Power Ranking: Der Sturz des Champions

  1. Sehr schöne Übersicht, Adrian! Ich fange mal hinten an: Die Browns werden glaube ich das schlechteste Team der nächsten Saison stellen, alleine wegen der ganzen Unruhen im Team und der unklaren Situation des Quarterbacks. Dass Gordon erneut gesperrt ist, macht das Ganze natürlich nicht leichter.

    Als Absteiger der Saison habe ich auch die Lions auf dem Zettel, für die Playoffs kann es bei dem defensiven Aderlass eigentlich nicht reichen. Deine Cards hätte ich hingegen über den Bengals angesiedelt, mit Palmer hat man wieder einen guten QB und das Running Game besser funktionieren. New England ist natürlich eine Wundertüte. Brady gesperrt, kompletter Austausch der Secondary und vielleicht ist das Team nicht so hungrig auf einen SB, wie es letztes Jahr der Fall war. Die Cowboys wiederum müssen eigentlich dieses Jahr weit kommen, spätestens nächstes Jahr, McFadden wird klar das Zünglein an der Waage sein. Bleibt er gesund und kann Murray adäquat ersetzen, geht es für Dallas weit.

    Ich bin vor allem auf die Jets, Bucs und natürlich Seahawks gespannt. Die Bears und Falcons hätte ich auch etwas höher eingeschätzt, da wird sich im Vergleich zur letzten Saison glaube ich sehr viel zum Guten hin verändern. Hoffentlich klappt die Umstellung in der Offensive Line Seattles und der Graham Trade rächt sich nicht noch. Eine Offense mit Wilson, Lynch und Graham ist vom Papier her schon einmal der Albtraum aller Defensive Lines.

    Aber die Auflistung bzw. Einschätzung zeigt schon, wie eng es in der NFL zugeht und wie wichtig ein guter QB ist, siehe Buffalo, Jets und Texans, die mit einem guten Quarterback auf jeden Fall noch viel gefährlicher wären. In knapp drei Monaten geht es endlich los, in zwei Monaten startet die Pre-Season, ick freu mir! 🙂

    Und bleib am Ball, die beiden Artikel in kürzester Zeit waren ein guter Ausgleich zur vorangegangen Durststrecke 😛

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    • Browns haben sicher gute Chancen drauf. Ich glaube, Manziel muss man mehr Zeit geben, ich tippe auf jeden Fall auf Top-4-Pick. Ich bin bei Arizona einfach noch vorsichtig wegen den Verletzungen. Aber die Eindrücke aus dem Training bisher sind bei Palmer auf jeden Fall sehr vielversprechend und Weatherspoon ist schon jetzt ein Leader der Defense.

      Die Pats sind halt die Pats. Den Titel werden sie nicht verteidigen, aber trotz einer eigentlich echt brutalen Offseason würde es mich immer noch wundern, wenn sie die Playoffs verpassen 😀 . Bei den Falcons hab ich auch überlegt, Chicago ist für mich aber einfach zu wacklig wegen der Defense-Umstellung und natürlich Cutler.

      Spätestens wenn die Saison losgeht wird’s sicher auch noch regelmäßigere Texte geben. Aber ein paar Sachen hab ich bis dahin noch im Hinterkopf 😉

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  2. Ich denke auch, dass man Manziel noch Zeit geben sollte. Insofern es nicht alles eine PR-Masche seines Agenten war, scheint er ja auch selbst endlich daran interessiert zu sein, seine Eskapaden abseits des Spielfeldes zu unterlassen und sich auf Football zu konzentrieren.

    Bei den Pats sehe ich auch das ähnlich, die Bears kann man jetzt wirklich noch nicht einschätzen. Aber Cutler, wie bereits schon vor ein paar Monaten angesprochen, gönne ich eine gute Saison, damit er seine Kritiker mal Lügen straft. Ich bin schon gespannt. Zur neuen Saison versuchen ich mich dann auch mal, dann ist endich der Bachelor zu Ende und ich habe ein wenig Zeit zu schreiben.

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    • Ja muss man schon ernst nehmen, die ganze Sache – man weiß ja immer noch nicht, was für einen Entzug er tatsächlich gemacht hat. Da muss die Gesundheit auch vor gehen. Allerdings wird McCown den Browns mMn nicht viele Siege einbringen…

      Schönes Ding, freut mich! Bin schon gespannt, was von dir zu lesen 🙂

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  3. Kann mich nur anschließen, schöne Übersicht! Ist immer ganz nett, so ein bisschen zu hören, was bei den Teams gerade passiert, die man selbst nicht so verfolgt. Die Vikings würde ich ähnlich einschätzen, 13 ist eigentlich realistisch. Mit den Playoffs wird es trotzdem nichts, nicht bei dem schedule. Trotzdem eine gute offseason bis jetzt, vielleicht wirds ja was mit dem „Finale dahoam“ 2018 mit dem Superbowl in Minnesota, salary cap-mäßig könnte das ungefähr hinkommen 😉

    Ansonsten kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass die Colts mehr reißen als letztes Jahr, nicht wenn man an der defense fast gar nichts ändert.
    Was die Bills angeht, habe ich irgendwo gelesen, dass Matt Cassel aktuell alles andere als Favorit auf den starter job ist, aber gut, da ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Mit einem guten QB sind die Bills einer der Favoriten auf den Titel. Generell wird die AFC East endlich mal wieder richtig spannend!

    In der NFC North leider nicht, die Packers sind leider nach wie vor das Team, dass es zu schlagen gilt, und das wird sich wohl nicht ändern in näherer Zukunft. Schon Wahnsinn, wenn man es sich leisten kann, einfach mal einen kompletten Draft ausschließlich in 50/50 Talente zu investieren, die noch Zeit brauchen. Wehe, die haben mit Hundley den nächsten Rodgers gezogen…
    Die Lions halte ich für nicht bedeutend schwächer als letzte Saison, die Bears werden ein typisches rebuilding-Jahr einlegen, denke ich. Ich wäre gar nicht mal so überrascht, wenn die NFC North dieses Jahr kein Wildcard Team stellt.

    The Rams are gonna be scary next year… 😉

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    • Naja, also schnell sollte man die Vikes für die Wildcard nicht abschreiben. Sehe ähnlich wie Adrian dass wir auf 2 in der Division sind und die 13 Overall passt mMn auch ganz gut. Klar wir haben einen harten Spielplan, aber im Grunde muss man so was immer in Frage stellen. Es bewegt sich in einem Jahr (und teilweise sogar innerhalb einer Spielzeit!) soviel in dieser Liga, da ist es kaum auszumachen wer den schwersten Schedule hat.

      Die Bills sind mir doch etwas zu hoch, aber ansonsten kann man das schon so stehen lassen 🙂

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      • Der Schedule ist ja eh immer eine sehr fragliche Variable – in der NFL weiß man ja nie genau, wie sich ein Team entwickelt. Eine kritische Verletzung kann ja schon alles auf den Kopf stellen.

        Für mich sind die Vikes in der North aktuell klare Nummer 2. Detroit sehe ich einfach auf dem absteigenden Ast, ohne das absolute Prunkstück der Defense. Klar, die Offense wird immer noch ordentlich punkten, aber auch da waren die Lions mir in den letzten Jahren viel zu inkonstant. Chicago Stand jetzt klare Nummer 4, da besteht denke ich kein Zweifel.

        Und die Rams…ich muss sagen, inzwischen hab ich die echt abgehakt, bis sie mich vom Gegenteil überzeugen. Eine Front Seven alleine gewinnt dir halt keine Spiele und von Foles bin ich mal so gar nicht überzeugt^^.

        Das mit Cassel hab ich auch gelesen. Aber ob Tyrod Taylor die Antwort ist…. 😀

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