Fünf Fragen zum Donnerstag (2.7.)

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Kurz vor dem Wochenende gibt es den Rückblick auf Geschehnisse der vergangenen Tage. Mal mit Themen, die im großen Fokus stehen, mal mit bunten Randgeschichten. Aber immer: Ausschließlich meine Meinung.

1. Wer ersetzt Murray?

Nicht wenige Experten waren überrascht, als die Dallas Cowboys ohne Running Back aus dem Draft gingen. Nachdem Vorjahres-Top-Rusher DeMarco Murray ausgerechnet nach Philly wechselte, holten sich die Boys lediglich Darren McFadden, der jetzt mit Murray-Backup Joseph Randle mutmaßlich um den Startplatz kämpft. Lance Dunbar ist der Dritte im Bunde.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir haben“, erklärte Cowboys-RB-Coach Gary Brown den Dallas Morning News am Dienstag: „Zusammen mit Darren ist das eine schöne Gruppe. Ich kann noch nicht sagen, wer der Starter sein wird, aber die Jungs werden sich miteinander messen und wir werden tun, was nötig ist, um Spiele zu gewinnen.“

Randle hatte vor einigen Wochen bereits für Aufsehen gesorgt, als er andeutete, dass Murray trotz seiner herausragenden Saison hinter der sensationellen O-Line der Cowboys noch Yards liegen gelassen hatte – faszinierenderweise hatte er damit sogar nicht einmal Unrecht.

Doch weder Randle, noch McFadden sind wirklich furchteinflößend, so gut die Line auch sein mag. Randle verzeichnete in der Vorsaison über 51 Rush-Versuche zwar 6,7 Yards pro Versuch, profitierte dabei aber häufig von müden Defenses und regelmäßigen langen Runs. Die Konstanz wie bei Murray war nicht da, außerdem gibt es bei dem 23-Jährigen noch Fragezeichen was die Pass Protection angeht. Ganz davon abgesehen, dass er immer wieder für einen Aussetzer neben dem Platz gut ist.

Zweifellos hat Randle den Upside-Faktor und die größere Explosivität, was auch der Grund ist, warum ihn viele Experten in Week 1 in der Startformation sehen. Aber McFadden ist Stand jetzt der komplettere Back und ich traue ihm hinter dieser O-Line zu, die Löcher zu finden und sie dann schnell zu erwischen – er hat über seine Karriere gezeigt, dass er genau das kann. Natürlich ist die Fitness ein Faktor, aber warum nicht mit dem besseren Back gehen, solange er fit ist?

2. Peterson noch immer der Beste?

Am vergangenen Wochenende wurde Adrian Peterson gefragt, ob er dadurch, dass er fast die komplette Vorsaison verpassen musste, auch seinen Status als bester Running Back der NFL eingebüßt habe. Die klare Antwort des Vikings-RBs in der St. Paul Pioneer Press: „Komm schon. Nein.“ Ich glaube: Peterson wird tatsächlich Recht behalten.

Zu was für enormen Leistungen er fähig ist, wenn die Öffentlichkeit an ihm zweifelt, hat Peterson bereits in seiner 2.000-Yard-Season zweifellos gezeigt. Alle Beobachter berichten, in welcher unfassbaren Form Peterson zum Team zurückgekommen ist. Dazu die Situation mit einem jungen, aufstrebenden QB, Speed-Receivern die das Feld aufmachen, und einem überdurchschnittlichen Tight End – die Vorzeichen passen. Die O-Line gehört nicht zur Liga-Spitze, war im Run-Blocking in der Vorsaison aber zumindest solide.

Weitere Begründung: Vorjahres-Top-Rusher DeMarco Murray wird in Philly nicht an die Yard-Zahlen aus Dallas rankommen. Zwar setzt Chip Kelly auf ein intensives Running Game, allerdings hat er sich nicht ohne Grund Ryan Mathews als Alternative geholt. Darren Sproles ist auch noch da und die O-Line in Philly kann mit der der Cowboys nicht mithalten.

Jamaal Charles ist in Kansas City auch nach dem Maclin-Deal das Herzstück der Offense. Das große Aber: Der Verlust von Center Rodney Hudson, der ausgerechnet zu Division-Rivale Oakland ging, wird sich im Running Game bemerkbar machen. Gleiches gilt für Marshawn Lynch und Max Unger in Seattle – zumal der Jimmy-Graham-Transfer dafür spricht, dass die Seahawks Russell Wilson stärker als Passer sehen wollen.

Ein weiterer heißer Kandidat auf den Titel wäre eigentlich Le’Veon Bell, für mich schon jetzt ein herausragender All-Around-Back. Zwar muss er seine starke Vorsaison bestätigen, das große Aber ist allerdings seine Sperre: Da Bell Stand jetzt die ersten drei Spiele verpassen wird dürfte es im Laufe der Saison schwierig werden, den Rückstand aufzuholen. Aber wer sieht wie Bell läuft muss einfach begeistert sein. Es wird nicht mehr lange dauern, bis sich Bell an die Spitze geschraubt hat.

Die größte Bedrohung für Peterson sehe ich ausgerechnet beim Erzrivalen: Green Bays O-Line ist zusammengewachsen, Eddie Lacy hat im Backfield der Packers keine ernsthafte Konkurrenz. Dazu müssen sich Gegner primär auf den Pass konzentrieren und auch wenn Lacy sicher weniger Carries bekommen wird als Peterson, könnte er seinen Yard-Schnitt aus der Vorsaison (4,6 pro Lauf) noch nach oben schrauben.

Kleiner Außenseitertipp im Rennen der ganz großen RBs: Haltet ein Auge auf C.J. Anderson. Wer gesehen hat, was Gary Kubiak in der vergangenen Saison mit Justin Forsett gemacht hat, darf sich zweifellos auf das freuen, was mit Anderson in Denver möglich sein kann.

3. Was passiert mit Bennett?

Michael Bennett dürfte in der vergangenen Woche nicht nur bei Seahawks-Fans für Fragezeichen gesorgt haben. Der D-Liner kündigte von Hawaii aus, wo er in der Offseason wohnt, an: „Natürlich denke ich, dass ich besser gespielt habe als der Vertrag, den sie mir gegeben haben, dotiert ist. Das ist einfach eine dieser Sachen, bei denen du deinen Berater mit dem Team sprechen lassen musst und hoffentlich kommt etwas Positives dabei heraus. Es tut nicht weh, es zu versuchen.“

Der Clou: Bennett hatte erst im Vorjahr seinen Vertrag bis einschließlich 2017 verlängert (32 Mio., 16 Mio. garantiert) und dennoch bereits die OTAs geschwänzt. Weiter erklärte er: „Ich weiß, dass viele Leute mir nicht zustimmen, weil die Zahlen nicht so spektakulär sind. Aber wenn man sich die Spiele anschaut, sieht man, dass ich gute Dinge mache. Sie wollen, dass ich fünf Positionen spiele aber wollen mich nur für eine bezahlen.“

Bennetts Berater ist wohl schon an die Hawks-Verantwortlichen herangetreten (es dürften keine freundschaftlichen Gespräche gewesen sein) und Seattle steht hier jetzt vor einem möglichen Präzedenzfall. Zwar ist fast das komplette Herz der Defense, LB Bobby Wagner ausgenommen, langfristig gebunden. Doch wenn Bennett nur ein Jahr nach seiner Vertragsverlängerung einen neuen Deal erhält, dauert es wohl nicht lange, bis Earl Thomas, Kam Chancellor oder Richard Sherman anklopfen.

Seattles Erfolg der vergangenen Jahre ist auf dem starken Draft und den daraus resultierenden günstigen Verträgen aufgebaut. Wie auch die zähen Verhandlungen mit QB Russell Wilson zeigt die Bennett-Situation die Gefahr beziehungsweise den Preis des Erfolges.

Doch bei Bennett muss Seattle eine klare Linie fahren und sollte den 29-Jährigen abmahnen, spätestens wenn er tatsächlich zum Start des Training Camps fernbleiben sollte. Die öffentliche Forderung und der Houldout ein Jahr nach Vertragsunterschrift sind schlicht frech. Selbst Trade-Angebote sollten sich die Hawks anhören, auch wenn Cap-Technisch über die kommenden drei Jahre noch zusammengenommen sechs Millionen Dollar an Signing Bonus übrig sind.

4. Wer ist zurück im Januar-Karussell?

Nach der Prognose der Early Loser in der vergangenen Woche geht das Ratespiel jetzt in die andere Richtung. Konkret: Welche Teams, die im Vorjahr nichts mit den Playoffs zu tun hatten, dürfen in diesem Jahr ernsthafte Hoffnungen auf Januar-Football haben?

Da wären zum einen die Minnesota Vikins. Teddy Bridgewater hat mich mehr als nur beeindruckt, darüber hinaus sollten Tight End Kyle Rudolph und Left Tackle Matt Kalil wieder fit sein. Das große Thema ist aber natürlich Adrian Peterson, dessen Rückkehr die Offense auf ein neues Level heben wird. Das WR-Corps ist zudem besser als im Vorjahr und Zimmers Defense wird sich auch steigern. Die Vikes kommen per Wildcard rein.

Komplett offen ist dagegen in meinen Augen die NFC South. Carolina muss einmal mehr mit einer schwachen O-Line auskommen und die Tampa Bay Buccaneers werden noch stärker von Rookie-QB Jameis Winston abhängen als die Panthers von Cam Newton. Meine Prognose hier: Die New Orleans Saints werden sich defensiv fangen, mit einer ausbalancierten Offense die Division gewinnen und zurück in die Playoffs marschieren.

In der AFC steht ein wahnsinnig enger Kampf bevor. Mein Tipp für die AFC East bleiben die Miami Dolphins, die somit die Patriots vom Division-Thron stoßen und wieder Playoff-Luft schnuppern dürfen. Gleichzeitig könnte ein AFC-North-Team rausfallen: Die Ravens haben OC Gary Kubiak, den Meister ihres Running Games, genau wie Nummer-1-Receiver Torrey Smith verloren.

Houston sehe ich trotz der mutmaßlich spektakulären Defense aufgrund der QB-Situation knapp scheitern – allerdings werden die Texans Indianapolis das Leben deutlich schwerer machen. Das zweite Team mit Außenseiter Hoffnungen sind die San Diego Chargers – dank Philip Rivers, einer verbesserten O-Line und Melvin Gordon.

5. Welcher QB gewinnt sein internes Duell?

Ausgehend davon, dass sich kein Starting-QB schwer verletzt, gibt es vor dem Start der Saison nur vier ernsthafte interne Quarterback-Duelle. Auf die QB-Frage in Houston bin ich in der vergangenen Woche schon eingegangen und rechne hier mit einer schnellen Entscheidung – so sie denn überhaupt noch offen ist.

Damit bleiben drei Teams übrig: Die Cleveland Browns (Josh McCown vs. Johnny Manziel), die New York Jets (Ryan Fitzpatrick vs. Geno Smith) und die Buffalo Bills (Matt Cassel vs. EJ Manuel vs. Tyrod Taylor). Starten wir doch mit dem vermeintlich klarsten Duell: In meinen Augen müsste bei Gang Green etwas doch gravierendes passieren, sollte Fitzpatrick in Week 1 starten.

Die Jets werden Geno eine letzte Chance geben, um sich zu beweisen. Rund um das Team hört man zuletzt verstärkt, dass Smith bislang eine gute Saisonvorbereitung hinlegt, Offensive Coordinator Chan Gailey stellte ihm den Starting-Job schon öffentlich in Aussicht. Doch der 24-jährige Smith, wird die Chance bekommen, mehr Konstanz zu entwickeln, nachdem er die Vorsaison mit seinem perfekten QB-Rating gegen die Dolphins beendete – und das nur einige Wochen nach seinen drei Picks in zwölf Würfen gegen Buffalo. Gleichzeitig ist es für Smith die letzte Chance bei den Jets.

Bei den Bills dagegen herrscht komplettes Chaos: Der frisch verpflichtete Cassel galt für viele als Game-Manager, der mit gutem Running Game und einer Top-Defense halbwegs harmonieren sollte. Doch laut mehreren Beat-Reportern war der Routinier der mit Abstand schwächste QB in den bisherigen Trainingseinheiten und sogar sein Platz im finalen Kader scheint inzwischen in Gefahr.

Das Problem der Bills: Eine wirklich bessere Option hat sich bislang nicht gefunden. Die Berichte von grausamen Trainingstagen aller drei QBs häuften sich im Juni, darunter eine Einheit, in der sie zusammen genommen eine Stat-Line von 4/11, 22 YDS, 8 Sacks, INT hinlegten. Die Berichte gipfelten letztlich darin, dass Coach Rex Ryan einige seiner Top-Defense-Spieler für eine Weile rausholte, um der Offense mehr Selbstvertrauen zu geben. Die traurige Prognose: Mindestens zwei der drei Bills-QBs werden im Laufe der Saison zum Einsatz kommen. Taylor ist sicher der X-Faktor, mein Tipp: Manuel darf die Saison beginnen und wird zunächst von Cassel abgelöst.

Wiederrum ganz anderer Natur ist die Situation in Cleveland. Die Browns haben mit Johnny Manziel die vielleicht größte QB-Unbekannte der Liga in ihrem Kader – und das mit einem desolaten WR-/TE-Corps, das zweifellos schlechteste der Liga. Manziel zeigte sich bislang überraschend geläutert und erwachsen, allerdings muss er noch beweisen, ob der Schein nicht doch nur trügt.

Davon ganz abgesehen würde es in meinen Augen wenig Sinn machen, den Youngster nach seiner schweren Vorsaison direkt wieder reinzuwerfen. Cleveland sollte mit McCown in die Saison gehen und Manziel Zeit und womöglich auch bessere Waffen geben. Denn dass er die Offense gegen 8-Men-Boxes alleine nicht führen kann sollte außer Frage stehn.

Ein Bonbon zum Schluss…

Der beste Quarterback der NFL, Sunny-Boy aus Kalifornien und die Frau an seiner Seite ist niemand geringeres als Schauspielerin Olivia Munn. Kurzum: Was kann Aaron Rodgers eigentlich nicht? Dank eben jener Olivia Munn wissen wir jetzt, dass der gute Aaron beim Thema Schwertkampf noch die eine oder andere Nachhilfestunde gebrauchen könnte – auch wenn die Gestik schon voll da ist:

Ein Mann und sein Holzstock

Adrian Franke

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18 Gedanken zu “Fünf Fragen zum Donnerstag (2.7.)

  1. Fangen wir mal mit dem Sahnestück des Artikels an: Olivia Munn ist einfach unfassbar heiß! 😀
    Auch sehr sympathisch, wie sich Aaron Rodgers selbst auf den Arm nehmen kann!

    Nun zu deinen Fragen:
    1) McFadden ersetzt Murray und er wird dabei alle überraschen, das sagt mir mein Gefühl.

    2) Peterson ist auch meiner Meinung nach weiterhin der beste Running Back der NFL, Bell kommt aber immer näher an ihn heran. APs Vorteil ist trotz der langen Auszeit, dass er so wiederum natürlich seinen Körper schonen konnte und nun einen starken QB an seiner Seite hat, dem ordentliche WR zur Verfügung stehen. Das wiederum gilt aber auch für Lynch. Ich bin sehr gespannt, ob er nochmal eine so starke Saison abreißen kann. Unger wird ihm zwar fehlen, dafür macht Graham das Feld für Lynch offener. Bei Lacy sollte man nicht vergessen, dass er glaub ich gar nicht so gut gestartet ist, da ist auch noch ordentlich Luft nach oben, wie du es ja auch ansprichst.

    3) Was Bennett ein Jahr nach seiner Vertragsunterzeichnung abzieht, ist schon gar nicht mehr mit frech zu beschreiben. Er sollte sich mal am Riemen reißen und hinterfragen, wieso er letztes Jahr dann einen Vertrag zu diesen Konditionen unterzeichnet hat. Hoffentlich gibt es in den nächsten 3-4 Wochen endlich eine Einigung mit Wilson, die auch für das Team und die Erfolge in der nahen Zukunft passt und zufriedenstellend ist.

    4) Januar Football gibt es in der kommenden Saison hoffentlich in Minnesota und Miami. Die Vikings werden den Platz der Lions übernehmen, Miami hat in der Offseason tief in die Taschen gegriffen und wird dementsprechend auch in die Playoffs einziehen, da bin ich ganz deiner Meinung! In der NFC South kann ich mich nicht zwischen Atlanta und den Saints entscheiden, da wird es auf jeden Fall wieder sehr knapp.

    5) oder eher 😦 , denn es ist echt schade, dass es Teams wie die Jets und Bills sehr schwer haben werden, die Playoffs zu erreichen, weil ihnen ein ordentlicher Quarterback fehlt. Aber nachdem ich mich intensiv mit den Jets beschäftigt habe, bleibt nur eins zu sagen: In Geno we/they trust – und das wird sich am Ende hoffentlich auszahlen. Die Pats dürfen sich echt glücklich schätzen, dass außer Miami keines der Teams ihrer Division einen ordentlichen Quarterback vorzuweisen hat, sonst würde ich die Pats bei den Entwicklungen ihres Backfields nicht einmal in den Playoffs sehen.

    Nun zum Schluss: Mir gefällt die Rubrik wirklich sehr gut, war eine gute Idee von dir! Den Artikel zu den Dolphins werde ich hoffentlich morgen endlich mal lesen, der steht schon seit mehr als einer Woche bei Instapaper auf meiner Watchlist. Ich werde dann jetzt mal weiter Olivia Munns Instagram-Profil durchstöbern 🙂

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    • Haha, ja der gute Aaron hat schon keinen schlechten Frauengeschmack 😀

      Ich hab bei McFadden auch irgendwie dieses Gefühl…ich bin auf das Cowboys-Run-Game echt gespannt, auch wenn es, was mein Interesse bzw. meine Spannung angeht, nicht an die Eagles ran kommt.

      Bei den Pats war ich kurz davor zu schreiben, dass sie die Playoffs verpassen. Aber Belichick/Brady sind halt einfach so gut und zeigen schon seit Jahren, was eine gute QB-Coach-Kombination zumindest in der Regular Season alles so an Schwachstellen ausgleichen kann.

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  2. Zu 1.Sollte McFadden mal fit und verletzungsfrei durch eine Saison kommen, traue ich ihm sehr viel zu. Hinter der Line kann er ähnlich auftrumpfen, wie Forsett letzte Saison bei den Ravens. Sollten die Cowboys aber Probleme mit ihren RBs bekommen, kann ich mir Ray Rice bei ihnen vorstellen.

    Zu 2. Ich denke ja. Er war vor seiner Sperre ja ohne wenn und aber der beste RB der Liga und soll sich fit gehalten haben. Beim Fantasy Football würde ich ihn immer noch an 1 nehmen.

    Zu 3. Wenn die Seahawks ihm einen neuen Vertrag geben, besteht sehr große Gefahr, dass Sherman, Thomas und andere nachziehen. Im Zweifel ich ihn traden.

    Zu 4. Ich denke, die Saints machen das. Beim Rest bin ich mit überhaupt nicht sicher. Was die Dolphins angeht, habe ich bei denen eher das Gefühl, dass die mit einem Top 5 Draft Pick aus der Saison gehen. Teams die groß in der FA investieren, spielen gerne mal eine miese Saison. Die Buccs, Redskins oder Raiders haben ja schon öffters groß investiert nur um dann die PO zu verpassen.

    Zu 5. In Houston möchte ich Mallett sehen. Bei den Browns wird das McCown machen. Wenn Haslam nicht seine schützende Hand über Johnny F. halten würde, wäre der wohl schon längst gefeuert. Bei den Jets bekommt Geno auf alle Fälle noch eine Chance. Wenn er da weiter machen kann, wo er letzte Saison aufgehört hat, wird aus ihm noch ein solider Starter. Entweder startet er ab Week 1 oder falls Fitzpatrick schwächelt. Leistungsbedingt werden denke ich beide Spieler starten. Bei den Bills wird in der Saison bestimmt noch ein QB starten, den die jetzt noch nicht im Roster haben.

    @adrian
    Tolle Serie, wenn die wöchentlich kommt.

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  3. 1.) McFadden wird eine solide aber keine überragende Saison spielen. Mein Tipp: Irgendwas um die 950 Yards wenn er gesund bleibt. Vielleicht krallt sich aber auch Jerry noch Jay Rice?

    2.) Was heißt der beste RB der Liga? Ich glaube AP ist der beste wird aber nicht die meisten Yards auf dem Konto haben. Lynch aber vielleicht auch Forsett könnten da schon rankommen. Bell sehe ich trotz Sperre mit Chancen.

    3.) Lächerlich. Die Seahwaks dürfen einfach nicht nachgeben, zumal sie das mutmaßlich schon bei Wilson machen werden.

    4.) Wildcard wäre ein Traum. Miami sehe ich auch nicht drin. Schon alleine die 10 TDs von Wallace werden fehlen (und jeder spricht von einer miesen Saison), außerdem sehe ich die FA, ähnlich wie duncan, sehr sehr kritisch.

    5.) McCown und Geno scheinen ziemlich sicherere Dinger zu sein. In Buffalo sehe ich Cassel trotz schwacher Offseason Leistungen vorne. Ich habe ihn jetzt zwei Jahre direkt in MIN beobachten können und muss sagen für mich gehört er zu den Top 32 NFL QBs. Ein Gamemanager ohne Zweifel, sehr Alex Smith ähnlich allerdings eine Stufe vom Niveau tiefer. Alles was ich von Manuel gesehen habe, war da nicht wirklich vielversprechender. Taylor ist nicht beurteilbar.
    In Houston sehe ich Hoyer vorne. O´Brien hat ja schon verlauten lassen, dass er eine schnelle Entscheidung treffen wird. Ich sehe einfach nicht dass Mallett den Rückstand auf Hoyer der Starter war, in OTAs und Minicamp aufholen konnte,

    @adrian
    Zieh die Artikelserie durch!

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    • Interessant, dass ihr beide Miami draußen seht! Ich glaube, mit Suh haben sie gleich mehrere Probleme gelöst: Endlich eine Präsenz in der Run-Defense, dann ein Spieler der Vernon und Wake den Weg frei macht und der Nasty-Faktor, der Miami in den letzten Jahren gefehlt hat.

      Wallace tut schon weh, der Abgang ist aber mit Parker, Cameron und Stills auch ganz gut aufgefangen. Und ich bin vom Running Game einfach voll überzeugt, deswegen sehe ich Miami drin. Dass sie nach Brady den mit Abstand besten QB der Division haben steht ja eh außer Frage

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      • Ich bin da auch ganz bei dir. Vor allem sollte man nicht außer Acht lassen, dass der Draft der Dolphins sehr ordentlich war und man auch in der Free-Agency gute Arbeit geleistet hat. Man wird Wallace wohl gut ersetzen können. Wenn jetzt noch Mathis kommen sollen, wäre das für ihre Offensive Line natürlich ideal.

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      • Ich sehe Platz 2 in der Divison als realistisch. Aber die Konkurrenz in der AFC (besonders North und West) als zu groß für die WC.

        Übrigens bin ich noch auf ein anderes, verstecktes QB-Battle gespannt. Dalton vs. McCarron. Noch nicht im Training Camp, aber wenn Daltons Leistungen weiter so unkonstant bleiben, könnte ich mir vorstellen dass McCarron zumindest eine Überlegung wert ist. Er konnte immerhin ein Jahr lang in seelenruhe lernen.

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      • Boah, das wäre aber schon ein Hammer für mich. McCarron hat letztes Jahr ja glaube ich nicht einmal Preseason gespielt, kann das sein? Kann ich noch gar nicht einschätzen. Dalton ist halt echt diese Sache, ne – zu gut, dass man ihn einfach absägt, aber gleichzeitig einfach zu inkonstant. Auch wenn die Playoff-Pleite letztes Jahr definitiv nicht auf ihn geht.

        Denkst du, die Pats holen trotz allem die Division? Oder auf wen tippst du?

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  4. Ja, klar wäre das ein Hammer. Hab das nur letztens in einem Artikel aufgeschnappt (ich glaube sogar auf NFL.com) und fand die Grundidee nicht dumm. Das mit der Preseason stimmt. Muss man mal abwarten wíe die Trainingseindrücke und auch die diesjährige Preseason sein werden.

    Natürlich die Pats. Egal ob Brady 4 Spiele Sperre bekommt oder weniger. Mit BB als HC muss für mich einfach mehr passieren damit die, die Division nicht gewinnen. Ja die Secondary wird interessant werden und ich glaube nicht dass es so eindeutig wird wie die letzten Jahre bzw. dass NE in den SB kommen wird aber in 12 Spielen muss man erstmal einen angefressenen TB schlagen. Dazu kommt dass ich zwar nicht ganz den Garoppolo Hype teile, der Junge aber defenitiv kein schlechter ist. Ich sehe einfach nicht die nötige Konkurenz die angeschlagenen Pats so unter Druck zu setzen. Wobei wenn alles gut läuft ich den Dolphins und Jets zutraue sie in ungewohnte Situationen zu bringen und dann wird es vielleicht intresant werden. Aber da muss schon viel gut laufen…

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    • Ja, BB ist natürlich die große Trumpfkarte in der Division. Ich sehe aber bei den Pats so viele Fragezeichen…Secondary, Running Game, Passing-RB (warum haben die noch nicht Pierre Thomas geholt?!), dazu natürlich die Brady-Sperre. Und der Rest der Division ist so stark wie schon lange nicht mehr, und das auf einmal. Irgendwo muss der BB-/TB-Faktor doch auch mal aufhören^^

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  5. Das ich die Dolphins so schlecht sehe hat mehrere Gründe. Zu einem, halt die FA, von der ich nichts halte. Spieler, die wegen der Kohle, zu ein Team gehen, dass doch sehr weit davon entfernt ist Contender zu sein, spielen oft sehr mies. Suh wird jetzt nicht den Haynesworth machen, aber seine Einstellung finde ich sehr fraglich. Ihm war es ja egal wo er hingeht und sein Agent sollte das regeln.

    Die DLine ist ordentlich aufgestellt, doch was dahinter auf dem Feld steht, lässt mich kalt.

    Das größte Fragezeichen habe ich aber bei deren Offense. Von Tannehill halte ich nicht sonderlich viel und jetzt hat der auch noch einen neuen Vertrag bekommen. Ich warte eigentlich immer darauf, dass sie Matt Moore wieder bringen. Das Wallace bei den Phins weg ist, sehe ich eher als Verstärkung. Ob Parker in seiner Rockie Saison rocken wird glaube ich nicht. Die letzte WR Rockie Klasse war stark, aber in der Regel braucht ein Rocke WR doch ein Jahr, um sich an die Liga zu gewöhnen. Was die mit Jennings und Stills (Wallace Ersatz bei den Tiefen Bällen?) wollen, weiß ich nicht. Cameron ist auch immer ein Tackle von einer season ending injury entfernt. Zudem ist die Browns Offense von Chudzinski auf den TE ausgerichtet, was ihn mMn stärker aussehen ließ, als er eigentlich ist.

    Zu guter letzt darf mach auch nicht vergessen, dass sie mit Wallace, Odrick, Clay, Finnegan, Ellerbe, Colledge, Starks, Satele, Wheeler und Hartline viele Starter verloren haben, die auch erstmal ersetzt werden müssen.

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  6. Noch zu den Pats. Man darf bei uns nie vergessen, dass wir unser Game immer an unsere Spieler angepasst haben und nicht unsere Spieler an unser Game. Als letzte Saison Revis und Browner gekommen sind, haben wir unsere Sec. auch umgestellt. Das ganz große Fragezeichen ist natürlich unsere Secondary. Ich gehe stand jetzt davon aus, dass wir vermehrt auf 4-3 gehen und Blitz lastiger werden.

    Was die RBs angeht, da dürften wir mit Brandon Bolden oder James White schon den Receiving Back im Team haben. Unsere RBs waren historisch ja eh nie die besten. Habt mal ein der Pre Season ein Auge auf Tyler Gaffney. Der hatte schwere Knieprobleme. Jetzt soll er wiede bei 100 % sein und wird von den Coaches sehr gelobt.

    Und wegen der Brady Sperre bin ich relativ ruhig. Garoppolo ist nicht der schlechteste Backup, auch wenn ich natürlich lieber Brady auf dem Feld sehe. Das einzige was mir dabei etwas sorgen bereitet ist, dass Brady immer etwas braucht, um in die Saison zu kommen.

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    • Ja, BB will scheinbar ein Front-7-Monster schaffen, um so möglichst viel Druck von der Secondary zu nehmen – und ich denke kaum ein Coach ist so anpassungsfähig in dem was er macht und was er Scheme-technisch spielen lässt. Aber ich glaube heutzutage brauchst du in der NFL einfach gute Cornerbacks, auch wenn deine Front Seven stark ist. Das Extrem-Beispiel wären da natürlich die Jets aus der letzten Saison, deswegen bin ich da echt noch skeptisch.

      Garoppolo will ich mir demnächst mal genauer anschauen. Hab ich bisher fast gar nicht gesehen und der wird ja von vielen echt schon ziemlich stark geredet.

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      • Garoppolo wird mir von vielen zu sehr gelobt. Er ist mMn einer der besseren Backups der Liga, aber ob er schon das Zeug zum Starter hat weiß ich nicht. Er kommt ja von einer small school und das sieht man ihm auch noch an. Da ist er einfach noch nicht auf dem Pro Level angekommen. Das dürfte ihm aber gut tun, dass er hinter TB lernen kann. Bei 27 Attempts hat er z. B. 5 Sacks zu Buche stehen, die auf seine Release und Footwork/Dropback zurückzuführen sind. Auf dem College hat er nicht den Druck einer NFL Defense zu spüren bekommen und im Training wird der QB ja nicht berührt. Da muss man ihm einfach ins kalte Wasser werfen und hoffen, dass er schnell lernt. Wenn man sich bei den Sacks mal Brady als Gegenpart vorstellt, ist da schon ein deutlicher Unterschied zu erkennen. Sein Passing Game kann sich aber auf alle Fälle sehen lassen.

        Unsere Front-7 kann sich denke ich eine ganz ordentliche. Mit Sheard, Flowers, Brown und einem gesunden und fitten Easley (eigentlich ist er ja auch ein Neuzugang) haben wir gute Verstärkungen bekommen. Der Abgang von Big Vince tut natürlich weh. Er hat aber in den letzten beiden Jahren nicht mehr so dominant gespielt, wie noch in den Jahren davor. Bei den Texans könnte er an der Seite von Watt aber nochmal groß aufspielen, da man auf den ja drei OLiner/TE ansetzen muss. Gegen den Run haben wir auch noch Akeem Ayers verloren, aber der wurde ja erst nach den gazen Verletzungsproblemen geholt und der Abgang dürfte zu verschmerzen sein.

        Was aus unserer Secondary wird, weiß ich noch nicht. McCourty wird weiterhin als FS auflaufen. Die Favoriten auf die CB Starter sind aktuell Butler (ich halte ihn für ein One-Hit-Wonder), Fletcher und Ryan. Fletcher und Ryan sind zumindest solider Durchschnitt und vielleicht können unsere Coaches aus denen noch einiges heraus holen.

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      • Jap, die Front 7 sehe ich auf jeden Fall auch stark und McCourty kann als FS auf jeden Fall einen großen Einfluss auch auf die Secondary haben. Ich bin Scheme-technisch echt auf die Pats gespannt und frage mich, wie die Defense dann gegen Teams mit 2 guten Receivern aussieht. Weil es eben BB ist, wird es glaube ich eine sehr interessante Sache – gerade eben, wenn man es (zumindest personell) mit der Jets-Defense aus der letzten Saison vergleicht.

        Bei Garoppolo hab ich auch den Eindruck, das der wahnsinnig gehypt wird. Aber hab wie gesagt noch keine eigene (fundierte) Meinung. Immerhin (aus Pats-Sicht) ist LeBeau nicht mehr bei den Steelers 😉

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  7. Wenn der Coach die Initialen BB hat, geht mein bei dem davon aus, dass der aus nichts eine solide Defense macht und in der Offense auch was hinbekommt 😀 Zu Garoppolo gibt es nicht wirklich Bildmaterial, mit dem man sich eine vernünftige Meinung Bilden kann. Da wird man nach den ersten Spielen sehen, ob er dem Hype gerecht wird. Ich denke mal, dass er uns nichts kaputt machen wird, aber auch keine Bäume ausreisen wird. Wenn er ähnliche Leistungen wie ein Alex Smith abruft, wäre ich damit mehr als zufrieden.

    Die Steelers Defense ist aber auch nicht mehr das, was sie mal war. Typen wie Polamalu, Harrison oder Hampton sucht man im aktuellen Roster (zum Glück) vergeblich.

    Der Vergleich mit der Jets-Defense ist glaube ich leider gar nicht mal so daneben. Aber da haben wir ja unser Mastermind auf der Bank. In Bill we trust 😉

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  8. Pingback: Fünf Fragen zum Donnerstag (9.7.) | Free Blitzer

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