Prediction Madness!

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Es wird heiß in der NFL! Die Generalprobe für die meisten Starter steht mit Week 3 der Preseason bevor und man kann die Regular Season schon riechen. Höchste Zeit für die Saison-Predictions!

Meiste Passing-Yards?
Andrew Luck, QB, Indianapolis Colts

Aaron Rodgers zum Trotz wird sich Luck die Krone des Leading Passers in dieser Saison nicht nehmen lassen. Andre Johnson ist zu diesem Zeitpunkt ein himmelweites Upgrade zu Reggie Wayne und mit Phillip Dorsett kam eine zusätzliche Big-Play-Waffe. T.Y. Hilton wird mit der langfristigen Vertragsverlängerung in der Tasche befreit aufspielen können. Umgekehrt kämpfen die Tight Ends Dwayne Allen und Coby Fleener um neue Deals, was für zusätzliche Motivation sorgen wird. Ach ja: Frank Gore im Backfield wird gegnerische Safeties mehr beschäftigen als Trent Richardson.

Meiste Receiving-Yards?
Julio Jones, WR, Atlanta Falcons

Die Preseason bestätigt den Eindruck, den das Training Camp hinterlassen hat: Julio Jones könnte ein Career-Year bevorstehen. Der Falcons-Receiver zeigte sich nicht nur in seinen Vertragsgesprächen extrem professionell und umgänglich, er scheint auch an seine im Vorjahr starke zweite Saisonhälfte anknüpfen zu können. Das Scheme des neuen Offensive Coordinator Kyle Shanahan wird ihm weiter helfen, da Gegner das Running Game stärker berücksichtigen müssen und sich unter Shanahan außerdem der Nummer-1-Receiver nie über mangelnde Targets beschweren kann. Wichtige Nebenvoraussetzung: Roddy White muss seine Ellbogenverletzung schnell überwinden und nochmals eine stabilere Saison als im vergangenen Jahr hinlegen.

Meiste Rushing-Yards?
LeSean McCoy, RB, Buffalo Bills

Die Prognose, bei der ich mich mit weitem Abstand am schwersten getan habe. Mit dem wütenden Adrian Peterson, Aaron-Rodgers-Komplementärspieler Eddie Lacy, Chiefs-Allzweckwaffe Jamaal Charles oder auch C.J. Anderson, der mutmaßlich als Starter von Denvers neuem Zone-Blocking-Scheme profitieren darf, gibt es viele Kandidaten, die sich hierfür quailfizieren und für die man argumentieren kann.

Warum also McCoy? Zunächst einmal: Der Pick erfolgt natürlich unter der Voraussetzung, dass seine Oberschenkelverletzung wie angekündigt nicht schwerwiegend und der 27-Jährige zum Start der Regular Season wieder bei 100 Prozent ist. Ich glaube, dass Rex Ryan und Greg Roman ein interessantes sowie schlagkräftiges Running-Game-Playbook gebastelt haben, das McCoys Stärken entspricht – im Gegensatz zu dem, was Chip Kelly in Philly vorhat. Neuzugang James Carpenter wird die O-Line besser machen, da das Blocking-Scheme besser zu ihm passt und in Jerome Felton haben sich die Bills einen herausragenden FB-Blocker geholt, der schon an Adrian Petersons 2.000-Yard-Season gehörigen Anteil hatte.

Zur weiteren Begründung: Die Dallas Cowboys haben nach wie vor die beste O-Line der Liga, werden aber zumindest vorerst auf mehrere Backs setzen. Selbst wenn sich hier jemand im Laufe der Saison durchsetzt, wird es für die Rushing-Krone schon zu spät sein. Bei den Seahawks und Marshawn Lynch sehe ich durch den Abgang von Max Unger zu viele Fragezeichen in der O-Line. Le’Veon Bell wäre hier mein Pick, würde er nicht zwei Spiele gesperrt verpassen.

Meiste Team-Rushing-Yards: Philadelphia Eagles. Die Offense von Chip Kelly wird mit Spannung erwartet. Wenn man aber von einem ohne jeden Zweifel ausgehen kann, dann davon, dass Kelly, wie auch in Oregon, ein spektakuläres Running Game rund um DeMarco Murray, Ryan Mathews und Darren Sproles aufziehen wird.

Meiste Sacks?
J.J. Watt, DE, Houston Texans

Wie schon in der Vorsaison werden auch in diesem Jahr Watt und Chiefs-Pass-Rusher Justin Houston die Liga in der Sack-Kategorie dominieren. Watt aber wird in diesem Jahr nochmals einen Schritt nach vorne machen – und ich tippe, dass er Michael Strahans Sack-Rekord über 22,5 bricht. Gründe gibt es mehrere: Vince Wilfork ist zwar nicht mehr der dominante Spieler, der er noch vor einigen Jahren war, dennoch wird er Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die große Hoffnung hinter der Prognose, neben Watts unfassbaren Fähigkeiten, ist aber Jadeveon Clowney. Der Nummer-1-Pick des vergangenen Jahres scheint endlich wieder fit und sollte dem tatsächlich so sein, wird kein Team Houstons Pass-Rush-Duo das Wasser reichen können. Watt, der schon im Vorjahr ohne größere Unterstützung dominierte, macht in dem Szenario auch Stat-technisch noch einen Schritt nach vorne.

Meiste Interceptions?
Darrelle Revis, CB, New York Jets

Wie ich letzte Woche bereits geschrieben habe, rechne ich in Seattle mit einem leichten Rückschritt – zu viele Fragezeichen, auch was die Defense angeht, bleiben rund um die Schulter-OP von Earl Thomas und den Holdout von Kam Chancellor. Auch Richard Sherman hatte so seine Verletzungen zu überwinden und generell könnte die LoB einen etwas holprigen Saisonstart erleben. Sherman wird, genau wie etwa ein Patrick Peterson, der sein Diabetes inzwischen im Griff hat, oder ein Brent Grimes und ein Vontae Davis, dennoch seine Picks sammeln – aber an der Spitze sehe ich hier Darrelle Revis.

Der beste Cornerback der NFL profitiert durch seinen Wechsel zu den Jets plötzlich von einer der besten D-Lines der Liga, die Quarterbacks unter Druck setzen und überhastete Würfe erzwingen wird – eine Bilderbuchformel für Interceptions. Mit Antonio Cromartie als verlässliche Nummer 2 (ich baue dabei eher auf das Game Tape aus dem Vorjahr, als auf irgendwelche Camp-Touchdowns), und dem ebenfalls neu geholten Buster Skrine im Slot kann Revis seiner Lieblingsaufgabe nachgehen: Gegnerische Top-Receiver über vier Viertel im 1-gegen-1 eliminieren.

Meiste Total Yards [Offense]?
Indianapolis Colts

In Kombination mit der Luck-Prognose wenig überraschend, zusätzlich gibt es aber weitere Gründe: In Gore könnten die Colts mal wieder einen 1.000-Yard-Rusher haben, auf die WR-Waffen bin ich bereits eingegangen. Außerdem wird es die Defense der Offense „ermöglichen“, zu punkten – oder selbiges vielmehr verlangen, denn weder in den Pass-Rush, noch in die Run-Defense der Colts habe ich übermäßiges Vertrauen. Luck wird seine TD-Pässe (23, 23, 40) in seinem vierten NFL-Jahr nochmals nach oben schrauben.

Das schwächste Team der Liga?
Die Cleveland Browns

Die Fortschritte von Johnny Manziel, auf wie abseits des Platzes, haben mich in den vergangenen Monaten beeindruckt. Im Kopf des 22-Jährigen scheint es tatsächlich Klick gemacht zu haben und in der Preseason ließ er eine deutliche Entwicklung erkennen. Doch das spielt hier zunächst nur eine untergeordnete Rolle, denn Josh McCown, dem ich nicht mehr als eine solide Saison zutraue, wird die Browns zumindest vorerst als QB aufs Feld führen. Und die Quarterback-Debatte ist längst nicht die einzige unklare Variable.

Auch das WR-Corps, angeführt von Andrew Hawkins, Dwayne Bowe und Brian Hartline regt nicht gerade zum träumen an – dass die Browns Zeit und Mühe investieren, um Ex-Raiders-QB Terrelle Pryor zum WR umzuschulen, sagt viel aus. Durch den Abgang von Offensive Coordinator Kyle Shanahan muss sich das Running Game ebenfalls erst wieder beweisen – auch wenn die O-Line, gefolgt von der neuen D-Line um Danny Shelton und Randy Starks, der größte Trumpf der Browns ist. Dazu ist Cleveland allerdings in einer der potentiell drei stärksten Divisions der Liga.

Nur knapp besser sehe ich aktuell die Washington Redskins. Zwar hat Robert Griffin III scheinbar einen Schritt nach vorne gemacht, doch nach wie vor gibt es massive Fragezeichen in der O-Line (deutlich erkennbar in der Preseason) und somit auch an Griffins Gesundheit. Dazu kommt die bittere TE-Verletztenmisere. Doch eine solide Front Seven und potentiell gefährliche Offensiv-Waffen mit Pierre Garcon und DeSean Jackson lassen Washington noch vor den Browns landen.

Adrian Franke

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13 Gedanken zu “Prediction Madness!

  1. 1. Big Ben, dieses Jahr alleine. 😉

    2. Bin ich bei dir, Julio.

    3. Mal was überraschendes: Jeremy Hill.

    4. Klar, Watt ist der beste und wäre die logische Wahl, aber der beste hat nicht immer die meisten Sacks, deshalb tippe ich mal auf Von Miller.

    5. Ähnlich wie bei Watt, außerdem hat Revis in den letzten 5 Saisonen zusammen „nur“ 9 Picks gemacht. Mein Tipp: D-Mac.

    6. Pittsburgh Steelers

    7. Jaguars, ehe mich Blake Bortles vom Gegenteil überzeugt. 😉

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      • Klar, Pouncey ist ein bitterer Ausfall, aber ich glaube die O wird ohne ihn auch gute Zahlen aufstellen. Pouncey fehlte ja auch schon 2013 die ganze Saison und dort hat Ben auch fast 4300 yds geworfen, und die O-Line ist ja mittlerweile insgesamt klar besser geworden.
        Brown ist sowieso der Knaller und Bryant und Wheaton sind richtig gute Talente. Dazu Bell und Ben´s „best Buddy“ Miller…. Denke da werden einige Yards rauskommen. 😉

        Ja, Sacks zu tippen ist relativ schwer, am Ende wird´s dann whs einer von den Rex´ Bills. Mario oder so…. 😉

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  2. Da bin ich bei keiner Prediction bei dir Adrian.

    1. Brees. Graham ist zwar weg, aber er hat jetzt Unger.Wenn Bradford fit bleibt, wäre er in Kellys Offense für mich auch eine Option.
    2. Jeffrey. Durh den Abgang von Marshall wir er einen noch größere Rolle einnehmen.
    3. Peterson
    4. Sehe ich wie Brady. Mein Tipp ist aber Dumervil.
    5. Da wird einer überraschen, den keiner auf dem Schirm hat. Aus Pats Sicht hätte ich nichts gegen Butler.
    6. Philly, wenn Bradford sich nicht verletzt.
    7. Rasenball Washington.

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    • Sehr gut, auf solche Antworten hab ich gehofft! 😉

      Brees glaub ich einfach nicht, ich denke er wird eher weniger und dafür effizienter werfen.

      Jeffrey setzt halt voraus, dass Cutler wieder in die Spur findet – und dass Jeffrey selbst sich als No-1-WR erstmal beweist.

      Peterson hab ich auch lange überlegt und mich wegen Bridgewater dagegen entschieden 😉 . War meine Nummer zwei letztlich in der Liste

      Zu Philly hab ich ne andere Theorie: Die Defense wird deutlich besser sein als viele es vermuten und die Offense kann so mit verbessertem Running Game auch mal die Uhr kontrollieren, was sich natürlich auf die Punkte auswirkt. Außerdem glaube ich nicht, dass Bradford 16 Spiele macht…

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      • Ich glaube schon, dass Brees groß auflegt. Cooks hat ja schon angedeutet, dass er die Liga rocken will. Zudem hat Brees ja nie den Superstar WR gehabt. Da wurden die Bälle geschickt verteil. Durch Unger dürfte die Pass Protection auch besser werden.

        Bei Cutler glaube ich in der Tat an eine gute Saison und damit auch an eine starke von Jeffrey.

        Bei Bradfrd habe ich ja auch geschrieben, wenn er fit bleibt. Ich finde den Typen super und wünsche ihm eine starke Saison. Kelly hatte bei Oregon mal in einem Interview gesagt, dass man im vierten Viertel die Uhr kontrollieren muss und davor muss dem Gegner ordentlich eingeheizt werden. Wenn Bradford das in den ersten drei Vierteln macht passt das.

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      • Ich glaub ich war schon lange nicht mehr auf eine Offense so gespannt wie auf die Eagles in diesem Jahr. Aber ich denke zumindest im Vorfeld, dass das Running Game, nicht Bradford, das Rückgrat sein wird.

        Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht so wirklich, was ich von Cooks halten soll. Vielleicht überschätze ich den Jungen noch…

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      • Bei den Eagles spekuliere ich auch ein wenig auf den Schedule. Die sollen wohl von den PFF Stats her,
        eher gegen schlechtere Secondarys spielen. Ich bin da aber nicht so der Statistik Experte.

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  3. So, meine unqualifizierten Tipps:

    1. Ganz klar Luck

    2. Antonio Brown. Big Ben wird ein sehr gutes Jahr spielen, Brown davon profitieren (vice versa),mit L. Bell DAS Offensive Trio der Liga.

    3. A. Peterson (würde auf J. Charles tippen, aber der muss zweimal gg Denver ran)

    4. Watt (wird aber knapp werden. Von Miller wird an den 20 Sacks kratzen)

    5. Aqib Talib (letztes Jahr 4 INTs, heuer packt er noch was drauf)

    6. Steelers (siehe 2)

    7. Die Truppe aus Washington (ahne Schlimmes für RG3)

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    • Washington hatte ich auch ne Weile da stehen, grade nach dem zweiten Preseason-Spiel. Die Front Seven hat bei mir da den Ausschlag gegeben. Mit RGIII könntest du aber Recht haben. Immer noch viele der alten Probleme…

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  4. Ich sag auch mal was. Mit ein bisschen Mut zum Unkonventionellen.

    1. Luck

    2. Julio Jones

    3. Matt Forte (extrem schwer. Vielleicht auch Bell, wenn er die zwei Spiele aufholen kann. AP maximal in Top 5)

    4. Justin Houston (Watt wird sich wie auch Von Miller die Sacks „teilen müssen“. Houston halt als 3-4 OLB auch einen kleinen Vortiel gegenüber Watt)

    5. Harison Smith

    6. Steelers

    7. Titans

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    • AP eher Top 5 sehe ich ähnlich – einfach weil er das Team nicht mehr tragen muss und tragen soll.

      Ich hab in den letzten Wochen ein bisschen Vertrauen in Mariota gewonnen, deshalb sehe ich die etwas besser. Dazu kommt natürlich die leichtere Division, verglichen mit Cleveland

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